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Schweizer Diplomatin Birkett führt bei UN-Generalsekretär-Wahl

Pascale Baeriswyl Birkett liegt bei internen Abstimmungen vorn

Ein weisses Militärfahrzeug mit einem blau-weissen UN-Logo an der Seite, das auf einer staubigen Strasse fährt.
Bild: Michel_van_der_Vegt / Pixabay

Die offizielle Wahl des neuen UN-Generalsekretärs durch die Generalversammlung steht noch aus.

Schweizer Kandidatur mit guten Chancen

Baeriswyl Birkett gilt als erfahrene Diplomatin mit langjähriger internationaler Erfahrung. Sie vertrat die Schweiz von 2020 bis Anfang 2024 bei den Vereinten Nationen in New York und war zuvor in verschiedenen leitenden Funktionen im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten tätig. Ihr gutes Abschneiden bei den ersten informellen Abstimmungen deutet auf eine starke Position im Auswahlprozess hin.

Die informellen Abstimmungen im 15-köpfigen Sicherheitsrat dienen dazu, die Präferenzen der Mitgliedstaaten zu ermitteln. Dabei stimmen die Ratsmitglieder mit Zetteln ab, die als «encourage» (ermutigen), «discourage» (abraten) oder «no opinion» (keine Meinung) markiert werden. Die Ergebnisse bleiben vertraulich, werden aber regelmässig an die Medien durchgestochen.

Politische Bedeutung für die Schweiz

Eine erfolgreiche Kandidatur Baeriswyl Birketts hätte erhebliche aussenpolitische Auswirkungen für die Schweiz. Das Land ist erst seit 2002 Vollmitglied der UNO und war von 2023 bis 2024 erstmals im Sicherheitsrat vertreten. Die Wahl einer Schweizerin zur UN-Generalsekretärin würde die internationale Stellung des neutralen Alpenstaates deutlich stärken.

Gleichzeitig würde die Schweiz vor neue Herausforderungen gestellt. Die Neutralitätspolitik müsste mit der aktiven Rolle im UN-Sekretariat in Einklang gebracht werden. Die Position des UN-Generalsekretärs bringt zudem grosse diplomatische Herausforderungen mit sich, insbesondere in internationalen Krisensituationen, in denen die Schweiz traditionell eine vermittelnde Rolle einnimmt.

Weitere Kandidaten im Rennen

Neben Baeriswyl Birkett haben mehrere weitere Kandidaten ihre Bewerbung eingereicht. Die UN-Mitgliedstaaten achten bei der Auswahl traditionell auf eine geografische Rotation. Europa stellte zuletzt mit António Guterres den Generalsekretär, was die Chancen einer europäischen Nachfolgerin grundsätzlich schmälern könnte.

Die endgültige Entscheidung liegt beim Sicherheitsrat, der eine Empfehlung an die Generalversammlung abgibt. Jedes der fünf ständigen Mitglieder – USA, Russland, China, Frankreich und Grossbritannien – verfügt über ein Vetorecht. Die Generalversammlung muss die Empfehlung anschliessend mit einfacher Mehrheit bestätigen.

António Guterres' zweite Amtszeit endet am 31. Dezember 2026. Der Auswahlprozess für seine Nachfolge soll bis Mitte 2026 abgeschlossen werden. Die nächsten Monate werden zeigen, ob Pascale Baeriswyl Birkett ihre Führungsposition halten kann.

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