BAFU warnt vor Waldbrandgefahr wegen Trockenheit
Mehrere Kantone erlassen Vorsichtsmassnahmen

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) warnt vor anhaltender Trockenheit und erhöhter Waldbrandgefahr. In weiten Teilen der Schweiz ist die Waldbrandgefahr derzeit erhöht. Besonders betroffen sind mehrere Kantone, in denen die Behörden Vorsichtsmassnahmen erlassen haben. Die Lage erinnert an frühere Hitzesommer, bleibt aber dynamisch. Die zuständigen Stellen beobachten die Situation auch in den kommenden Tagen genau.
Die Trockenheit hat in den letzten Wochen zugenommen. Gemäss dem BAFU ist die Waldbrandgefahr regional unterschiedlich hoch. In einigen Regionen gilt bereits die zweithöchste Warnstufe. Die Waldbrandgefahr wird in einer fünfstufigen Skala angegeben; Stufe 3 bedeutet erhebliche Gefahr. Die zuständigen kantonalen Ämter beobachten die Entwicklung genau. Feuerwehren und Forstdienste sind in erhöhter Bereitschaft. Die Gefahr wird anhand von Wetterdaten, Bodenfeuchte und Windverhältnissen eingeschätzt.
Besonders betroffen sind nach Angaben der Behörden Gebiete mit langer Trockenheit und viel Sonneneinstrahlung. Auch der Wind spielt eine Rolle. Die Behörden empfehlen, sich vor jedem Feuer im Freien über die lokale Lage zu informieren. Die Kantone publizieren ihre Warnungen auf ihren Websites und in Apps. Dort finden sich auch die aktuell geltenden Regeln. Bei Stufe 4 oder 5 gelten in vielen Kantonen zusätzliche Verbote.
Massnahmen der Kantone
Mehrere Kantone haben das Anzünden von Feuer im Wald und in Waldnähe verboten. Auch das Grillieren an offenen Feuerstellen ist vielerorts nur noch mit Bewilligung erlaubt. Einige Gemeinden haben zudem das Rauchen im Wald untersagt. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Verbote. Bei Verstössen drohen Bussen. Die Höhe der Bussen variiert je nach Kanton. Die Verbote gelten in der Regel bis auf Weiteres.
Das BAFU ruft die Bevölkerung dazu auf, sich den Gegebenheiten anzupassen. Es empfiehlt, auf offenes Feuer zu verzichten und brennbare Abfälle korrekt zu entsorgen. Zigarettenstummel gehören nicht in die Natur. Bereits ein Funke kann einen Waldbrand auslösen. Auch das Parken auf trockenem Gras wird als Gefahr eingestuft, da heisse Katalysatoren Brände entfachen können. Ebenso ist das Entzünden von Feuer in der Nähe von Gebäuden eingeschränkt.
Die Behörden empfehlen zudem, auf den Einsatz von Feuerwerkskörpern im Freien zu verzichten. Auch das Entsorgen von glühender Asche in der Natur ist verboten. In vielen Regionen sind provisorische Feuerstellen nicht erlaubt. Die Kantone weisen darauf hin, dass auch Christbaum- und Gartenabfälle nicht verbrannt werden dürfen. Wer sich unsicher ist, kann bei der lokalen Gemeinde nachfragen.
Verhalten im Wald
Wer unterwegs ist, soll sich vorab über die Waldbrandgefahrenstufe informieren. Die kantonalen Behörden publizieren die aktuellen Warnungen auf ihren Websites. Auch die Wetterdienste liefern Hinweise. Für die Planung von Ausflügen empfiehlt sich ein Blick auf die offiziellen Kanäle. Bei Verdacht auf einen Brand gilt: sofort die Notrufnummer 118 wählen und das Gebiet verlassen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar. Weitere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber Waldbrand.
Der Schutz des Waldes liegt im öffentlichen Interesse. Der Wald erfüllt wichtige Funktionen für den Menschen und die Biodiversität. Ein Brand kann grosse Flächen zerstören und die Erholung sowie den Wasserhaushalt beeinträchtigen. Die Wiederaufforstung nach einem Brand dauert Jahrzehnte. Deshalb appellieren die Behörden an die Eigenverantwortung aller. Wer eine Rauchentwicklung bemerkt, soll nicht zögern und die Einsatzkräfte alarmieren.
Ausblick
Die Lage kann sich rasch ändern. Regenfälle würden die Gefahr entschärfen, doch die Wetterprognosen sind unsicher. Das BAFU und die Kantone bleiben in Kontakt und passen die Warnungen laufend an. Die Bevölkerung sollte die Meldungen verfolgen. Informationen zu den aktuellen Waldbrandgefahrenstufen finden Sie auch auf der Themenseite Umwelt. Lesen Sie auch unseren Bericht Sommer 2026. Die nächsten Tage werden zeigen, ob sich die Lage entspannt.



