Trockenheit in der Schweiz: Regen reicht auf der Alpennordseite nicht
Tiefe Abflüsse und Grundwasserstände laut Bundesbulletin

Aktualisiert am 27. September 2026: Dieser Beitrag erschien am 25. August und beschrieb die damalige Trockenheit. Die folgende Lagebeschreibung wurde anhand des Trockenheitsbulletins des Bundes vom 24. September aktualisiert. Angaben aus 2023 in der ursprünglichen Fassung sind nicht als Werte für 2026 zu verstehen.
Regen brachte nur örtlich Entlastung
Nach Angaben der nationalen Trockenheitsplattform fiel in manchen Gebieten Regen. Das Niederschlagsdefizit der vorangegangenen 30 Tage verschärfte sich jedoch besonders auf der Alpennordseite, in Teilen des Berner Oberlandes und im Goms. Dort fiel nur rund 35 bis 50 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge. Die Unterschiede zwischen den Regionen sind gross; dieser Wert gilt nicht für die gesamte Schweiz.
Flüsse, Böden und Grundwasser
Auf der Alpennordseite führen zahlreiche Gewässer weiterhin sehr wenig Wasser. Der Hochrhein ist laut Bulletin besonders betroffen. Auch bei den Seen ist die Lage uneinheitlich: Bodensee, Zürichsee, Walensee und Vierwaldstättersee weisen tiefe Pegel auf. Neuenburgersee und Genfersee liegen hingegen etwa im saisonalen Normalbereich.
Die Bodenfeuchte ist nördlich der Alpen weiterhin erheblich vermindert. Kleine, oberflächennahe Grundwasservorkommen konnten sich nach dem Regen teilweise erholen. Für einen nachhaltigen Anstieg des Grundwassers und der Quellabflüsse reichten die Niederschläge laut Bund jedoch nicht aus.
Was das Bulletin nicht sagt
Der Bund beschreibt die Trockenheit und ihre voraussichtliche Entwicklung. Das Bulletin verkündet weder eine schweizweite Pflicht zum Wassersparen noch ein neues Hilfsprogramm für Bauern oder eine drohende Stromknappheit. Ob vor Ort Einschränkungen gelten, ist bei der zuständigen Gemeinde oder dem Kanton zu prüfen. Die aktuelle regionale Lage steht im Trockenheitsbulletin des Bundes.


