TikTok zahlt 400 Millionen Dollar für Einigung mit US-Behörden
Die Plattform beendet damit Ermittlungen und vermeidet einen Rechtsstreit

Die Kurzvideo-Plattform TikTok legt eine Klage der US-Behörden mit einer Zahlung von 400 Millionen Dollar bei. Im Zentrum steht der Vorwurf, TikTok habe Daten von Kindern unrechtmässig gesammelt. Mit dem Vergleich ist laut US-Justizministerium kein Schuldeingeständnis verbunden.
Worum es in dem Verfahren geht
Das US-Justizministerium hatte TikTok 2024 – noch unter Präsident Joe Biden – verklagt. Der Vorwurf: Die Plattform habe zugelassen, dass Kinder unter 13 Jahren ohne Zustimmung ihrer Eltern Konten anlegten, und damit gegen das US-Gesetz zum Datenschutz bei Kindern verstossen. US-Online-Plattformen legen wegen dieses Gesetzes generell ein Mindestalter von 13 Jahren fest; immer wieder umgehen Kinder dies jedoch mit falschen Geburtsdaten. Kritiker werfen den Unternehmen vor, nicht entschieden genug dagegen vorzugehen.
Eigentümerwechsel und neue Datenschutzpraxis
Zur Begründung des Vergleichs verwies das Justizministerium unter anderem auf den Eigentümerwechsel im US-Geschäft von TikTok sowie auf eine überarbeitete Datenschutzpraxis. Präsident Donald Trump hatte durchgesetzt, dass das US-Geschäft der App Anfang 2026 mehrheitlich an eine neue Firma mit amerikanischen Investoren überging. Damit wurde die Zukunft des Dienstes in den USA nach rund einjähriger Hängepartie gesichert: Nach einem US-Gesetz musste sich der in China ansässige Eigentümer ByteDance zumindest vom US-Geschäft trennen, damit die App im Land aktiv bleiben durfte. Im Rest der Welt bleibt weiterhin ByteDance am Steuer.



