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Bundesrat lanciert digitale Plattform ZiviConnect

Neue Online-Lösung soll Verwaltung des Zivildienstes modernisieren

Das Schweizer Parlamentsgebäude, das Bundeshaus, in Bern, mit Blick auf die Architektur.
Bild: ykaiavu / Pixabay

Der Bundesrat hat die neue digitale Plattform ZiviConnect vorgestellt. Die Online-Lösung soll künftig die Verwaltung des Schweizer Zivildienstes modernisieren und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten vereinfachen.

Zentrale Plattform für alle Prozesse

ZiviConnect bündelt administrative Prozesse des Zivildienstes auf einer einzigen digitalen Plattform. Zivildienstleistende können über das System ihre Einsätze planen, verwalten und dokumentieren. Einsatzbetriebe erhalten die Möglichkeit, offene Stellen auszuschreiben und Bewerbungen zu bearbeiten. Die Vollzugsstelle für Zivildienst kann administrative Abläufe effizienter koordinieren.

Die Plattform ersetzt bisherige papierbasierte Prozesse und verschiedene separate Kommunikationskanäle. Dadurch sollen Bearbeitungszeiten verkürzt und der administrative Aufwand für alle Beteiligten reduziert werden. Die Digitalisierung ermöglicht zudem eine bessere Übersicht über verfügbare Einsatzplätze und geleistete Diensttage.

Schrittweise Einführung geplant

Die Implementierung von ZiviConnect erfolgt in mehreren Phasen. In einer ersten Phase werden grundlegende Funktionen für die Einsatzplanung und -verwaltung bereitgestellt. Weitere Module für spezifische Anforderungen sollen sukzessive folgen. Die Vollzugsstelle für Zivildienst begleitet die Einführung mit Schulungen für Einsatzbetriebe und Informationsmaterialien für Dienstleistende.

Die neue Plattform ist Teil der digitalen Transformation der Bundesverwaltung. Sie soll Standards für Benutzerfreundlichkeit und Datensicherheit erfüllen. Der Zugang erfolgt über eine gesicherte Authentifizierung, persönliche Daten werden nach den Vorgaben des Datenschutzgesetzes verarbeitet.

Modernisierung des Zivildienstes

Der Zivildienst ist in der Schweiz eine Alternative zum Militärdienst für wehrpflichtige Männer, die den Dienst mit der Waffe aus Gewissensgründen ablehnen. Aktuell leisten mehrere tausend Personen pro Jahr Zivildienst in verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Soziales, Umwelt oder Kultur. Die Einsätze werden von rund 3000 anerkannten Einsatzbetrieben angeboten.

Mit ZiviConnect will der Bundesrat die Organisation des Zivildienstes an moderne digitale Standards anpassen. Die Plattform soll langfristig zur Attraktivität des Zivildienstes beitragen, indem sie administrative Hürden abbaut und Transparenz erhöht. Die Vollzugsstelle für Zivildienst erhofft sich zudem eine verbesserte Datengrundlage für die Planung und Steuerung des Systems.

Die Finanzierung von ZiviConnect erfolgt über das Budget der Vollzugsstelle für Zivildienst. Weitere Details zur konkreten Umsetzung, zum genauen Einführungszeitplan und zu den Funktionsumfängen der einzelnen Phasen wurden vom Bundesrat noch nicht kommuniziert.

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