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Erdbeben 2026: Ein Jahr der Erschütterungen

Von Asien bis Südamerika: Die schwersten Beben des Jahres und was der Katastrophenschutz daraus lernt.

Ein Seismograph zeichnet mit einem Stift auf Papier seismische Wellen auf, die Erdbebenaktivität darstellen.
Bild: Tumisu / Pixabay

Auf mehreren Kontinenten wurden schwere Erschütterungen gemessen, die Tausende Menschen betrafen. Seismologen betonen: Entscheidend ist nicht allein die Stärke eines Bebens, sondern die Verletzlichkeit der betroffenen Regionen. Die genaue Zahl der registrierten Beben für das laufende Jahr steht noch nicht fest; weltweit zählen Seismologen Tausende von Erschütterungen – nur ein kleiner Teil erreicht zerstörerische Stärke. Auf mehreren Kontinenten wurden schwere Erschütterungen gemessen, die Tausende Menschen betrafen. Seismologen betonen: Entscheidend ist nicht allein die Stärke eines Bebens, sondern die Verletzlichkeit der betroffenen Regionen. Die genaue Zahl der registrierten Beben für das laufende Jahr steht noch nicht fest; weltweit zählen Seismologen Tausende von Erschütterungen – nur ein kleiner Teil erreicht zerstörerische Stärke.

Zu den schwersten Beben des Jahres gehörten Erschütterungen in dicht besiedelten Gebieten Asiens und Südamerikas. Besonders betroffen waren Städte mit unzureichend erdbebensicheren Bauten. Die meisten Todesopfer forderten Beben in Regionen, in denen Menschen in einfachen Gebäuden aus Lehm oder Backstein leben. Moderne Stahlbetonbauten mit erdbebengerechter Konstruktion halten auch starken Erschütterungen stand. Internationale Teams werden die Schäden noch monatelang dokumentieren.

Was die Magnitude aussagt

Die Stärke eines Erdbebens wird heute meist mit der Momenten-Magnituden-Skala angegeben. Sie misst die freigesetzte Energie. Eine Erhöhung um eine Stufe bedeutet rund 32-mal mehr Energie. Ein Beben der Stärke 6 ist damit deutlich zerstörerischer als eines der Stärke 5. Zum Vergleich: Das verheerende Beben in der Türkei und in Syrien von 2023 hatte eine Magnitude von 7,8 auf der Momenten-Magnituden-Skala.

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) der ETH Zürich registriert in der Schweiz jährlich rund 1'300 bis 1'500 Erdbeben. Die meisten sind zu schwach, um wahrgenommen zu werden. Nur rund 10 bis 20 Erdbeben pro Jahr spürt die Bevölkerung. Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) erklärt auf seiner Website, dass die Schweiz ein Erdbebenland ist, auch wenn die Gefahr oft unterschätzt wird.

Lehren für den Katastrophenschutz

Die Ereignisse von 2026 zeigen, wie wichtig Vorsorge ist. Frühwarnsysteme, erdbebensichere Bauweisen und regelmässige Notfallübungen retten nachweislich Leben. Japan und Mexiko verfügen über Systeme, die die Bevölkerung Sekunden vor den stärksten Erschütterungen warnen. Länder mit hohen baulichen Standards verzeichneten 2026 deutlich geringere Schäden als Regionen ohne entsprechende Vorschriften. Doch selbst moderne Technik stösst an Grenzen: Bei sehr grossen Beben bietet ein Frühwarnsystem nur wenige Sekunden Vorlauf.

Die Schweiz verfügt bisher über kein automatisches Frühwarnsystem, das die Bevölkerung bei einem nahen Beben unmittelbar alarmiert. Das SED betreibt ein dichtes Messnetz und liefert Behörden Daten in Echtzeit. Eine genaue Vorhersage starker Beben ist nicht möglich. Die Zeitfenster für allfällige Warnungen sind kurz. Im Ernstfall zählen einfache Verhaltensregeln: Schutz unter stabilen Möbeln suchen und Abstand zu Glas und Fenstern halten.

In der Schweiz liegen die grössten Bebengebiete im Wallis, in Basel und in Graubünden. Gemäss der Gefährdungskarte des SED sind dort Erdbeben mit Magnituden bis 7 möglich. Viele ältere Gebäude entsprechen nicht den heutigen Normen. Die Sanierung ist aufwendig, aber dringend nötig. Für die Schweiz gilt zudem: Gemäss Risikoanalysen des Bundes wären grosse Teile der Infrastruktur bei einem schweren Beben gefährdet.

Die Baunorm SIA 261 legt die Anforderungen an erdbebensicheres Bauen fest. Besonders wichtig ist die Sanierung von Wohn- und Geschäftsbauten sowie von kritischen Anlagen wie Spitälern und Kraftwerken. Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) und die kantonalen Gefahrenstellen arbeiten an der Vorbereitung. Regelmässige Übungen und Informationskampagnen sollen die Bevölkerung für das richtige Verhalten im Ernstfall sensibilisieren.

Bilanz und Ausblick

Das historisch stärkste bekannte Erdbeben der Schweiz ereignete sich 1356 in Basel. Ein ähnliches Ereignis heute hätte erhebliche Folgen für dicht besiedelte Gebiete. Gemäss Einschätzung des Erdbebendienstes ist ein Beben wie damals in Basel auch in Zukunft möglich. Die Wissenschaft kann Erdbeben zwar nicht genau vorhersagen, aber Risiken benennen – und damit Grundlagen für Schutzmassnahmen liefern. Zudem fördern die Ereignisse die internationale Zusammenarbeit bei der Analyse von Schäden und beim Wiederaufbau. Auch die Schweiz beteiligt sich mit Fachleuten und finanziellen Mitteln an den Hilfsmassnahmen – ein Beitrag, der nun evaluiert wird.

Die internationale Seismologie wertet die Beben von 2026 weiter aus. Die Schweiz ist über das SED in die weltweite Forschung eingebunden. Für Behörden und Bevölkerung bleibt entscheidend: Wachsamkeit, gute Vorbereitung und das Umsetzen bewährter Schutzmassnahmen können die Folgen künftiger Erdbeben begrenzen.

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